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Meinungen Nr. 1-10

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Version: 2010/ 04
Projektname: Verwirrter Melissos
Erscheinungsdatum: 2010
Nächste Version: Oktober 2010

Meinung-Biologie Nr. 1 : Mensch-Sein definieren - Freier Wille und Bewusstsein, und die menschliche Biologie (Verfasst: 6.2.2001/ Status: K-L-A-F-Blas-r2/ Lexikon: Mensch, Wille, Freiheit, Bewusstsein)

Nicht selten wird die Meinung vertreten, dass (das) Mensch-Sein über das Bewusstsein und/ oder den Freien Willen zu definieren sei.

'Durch unser Bewusstsein und/ oder unseren Freien Willen, unterscheiden wir uns vom Tier!'

Doch: Ist diese Art der Mensch-Seins-Definition zutreffend?
Kann sie es sein?

Was ist wenn Tiere, oder andere Lebewesen, ebenfalls mit der Fähigkeit eines Bewusstseins und/ oder eines Freien Willens ausgestattet sind?
Sind sie dann als Menschen zu betrachten?
Oder wird ein Mensch, der kein Bewusstsein und/ oder keinen Freien Willen (mehr) besitzt, dadurch, zu einem Nicht-Menschen!(?)
Hat ein solcher Mensch, sein 'Menschen-Recht' verloren!(?)
ICH GLAUBE UND ICH HOFFE NICHT!

Es wäre auch äußerst merkwürdig, wenn mich, der ich ein Mensch bin, beispielsweise ein Unfall, den ich überlebe, dermaßen 'entstellen' könnte, dass er mich meines Mensch-Seins 'beraubt'!

'Vor dem Unfall war ich (noch) ein Mensch; und nach dem Unfall, da ich mein Bewusstsein und meinen Freien Willen verloren habe, soll ich es (plötzlich) nicht mehr sein!(?)'

Wer einmal Mensch ist, ist es für den Rest seines Lebens!

Alle Definitionen des Mensch-Seins, die Menschen, noch zu ihren Lebzeiten, ihres Mensch-Seins 'berauben', können (daher) nicht das Wahre treffen!

Ganz besonders gilt dies für Mensch-Seins-Definitionen, die das Mensch-Sein vom Haben einiger weniger, bestimmter, subjektiver Fähigkeiten abhängig machen.
Zu leicht kann man bestimmter subjektiver Fähigkeiten, wie des Bewusstseins oder des Freien Willens, 'verlustig' gehen, als dass sie als verläßliche Richtlinien des Mensch-Seins dienen könnten.

Menschen-Sein, über die Biologie zu definieren, erachte ich (noch) als die 'humanste' aller Mensch-Seins-Definition.
DENN: Wird der Mensch, AUSSCHLIEßLICH, über seine Biologie definiert, zählt nicht das Haben oder Nicht-Haben einzelner, subjektiver Fähigkeiten - sondern was zählt ist, AUSSCHLIEßLICH, die biologische Grundverfasstheit!

Einem Menschen kann im Verlaufe seines Lebens viel passieren.
So kann er einen Arm verlieren, oder ein Bein.
Er kann erblinden, kann in geistige Umnachtung verfallen.
uvm
Doch unabhängig davon, was auch passiert:
An der Mehrzahl seiner Gene, wird der Mensch, als Mensch, immer erkennbar bleiben!

Gene sind ein guter Indikator, für das Mensch-Sein!

In unserer Beurteilung dessen, was (noch) menschlich ist - und was es nicht (mehr) ist -, lassen wir uns vielfach von Äußerlichkeiten und Vorurteilen leiten.
Man denke in diesem Zusammenhang nur an Kinder, die mit schwersten Missbildungen geboren werden.
Sehr oft ist dann der Aufschrei hörbar: 'Oh mein Gott! Das ist nicht menschlich!'

Doch selbst der Missgebildetste, trägt die Gene seiner Eltern in sich - und ist in der Gesamtheit seiner Gene, als Mensch definiert!

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:
Meinung-Biologie Nr. 2 : Der Mensch ist mehr, als 'bloß' Bewusstsein und/ oder Freier Wille (Verfasst: 6.2.2001/ Status: K-L-A-r2/ Lexikon: Wille, Freiheit, Bewusstsein, Mensch)

Wenn ICH Mensch-Sein dahingehend definiere, dass sich der Mensch vom Tier, und von anderen Lebewesen, PRIMÄR durch das Haben von Bewusstsein und/ oder Freien Willen unterscheidet, dann bin ICH, der ich sowohl Bewusstsein als auch Freien Willen besitze, gemäß dieser meiner Mensch-Seins-Definition, unzweifelhaft als Mensch einzuschätzen.

Soweit, sogut...

Was aber, wenn ich morgen ins Koma falle?!

Mein Leben wird DANN von Apparaten aufrechterhalten.
Ich bin DANN weder bei Bewusstsein noch besitze ich DANN einen Freien Willen; und die Bestimmungsmerkmale meiner Mensch-Seins-Definition, die den Menschen von anderen Lebewesen unterscheidet, treffen DANN auf mich nicht mehr zu.
Ergo wäre ich DANN - laut meiner eigenen Definition - kein Mensch mehr!

DOCH: Bin ich dadurch, dass ich ins Koma fiel, TATSÄCHLICH kein Mensch (mehr)!(?)

ICH bin der Überzeugung, dass auch ein im Koma liegender Mensch nicht aufhört Mensch zu sein!

Es kann nicht sein, dass, wenn ein oder zwei Bestimmungsmerkmale (des Mensch-Seins) nicht (mehr) vorhanden sind - wie eben zb Bewusstsein und/ oder Freier Wille - ein Mensch aufhören soll Mensch zu sein!

Ich glaube, dass sich der Mensch durch mehr als lediglich zwei Bestimmungsmerkmale auszeichnet, und, in seinem Sein bestimmt!

'Der Mensch ist mehr, als 'bloß' Bewusstsein und/ oder Freier Wille!'

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:
Meinung-Biologie Nr. 3 : Der Unterschied zwischen Tier und Maschine - Lebewesen müssen Gefühle nicht erst simulieren (Verfasst: 18.2.2001/ Status: K-L-A-F-r3/ Lexikon: Tier, Gefühle)

Wenn Wissen, Denken und Bewusstsein zur Diskussion stehen, werden oft und gerne - aus Gründen der Veranschaulichung und des besseren Verstehens - Vergleiche zwischen Maschinen und Lebewesen gezogen.

Diese Vergleiche erzeugen jedoch in mir, regelmäßig, ein Gefühl des Unbehagens!

Unbehagen deshalb, da - meiner Meinung nach - bei derartigen Vergleichen Im-Grunde-Unterschiedliches verglichen wird.

Ein Hund beispielsweise besitzt eigene, individuelle Empfindungen.

Ein Hund zeigt ein für ihn typisches, individuelles Verhalten.

Und daher besitzt jeder Hund eine ihm eigene, individuelle Persönlichkeit!

Maschine hingegen, besitzen keine (derartige) Persönlichkeit!
DENN: Maschinen können - unter anderem - Gefühle LEDIGLICH nachahmen bzw simulieren.

Ein Robotor-Hund zB, kann vielleicht ebenso laut bellen, oder ebenso heftig mit dem Schwanz wedeln, wie dies ein 'richtiger' Hund kann...
Ein lebiger Hund jedoch hat es nicht nötig, ein Gefühlsleben zu simulieren und damit vorzutäuschen.

Ein Lebeswesen wie ein Hund hat, und zeigt, echte Gefühle!

Stellt sich allerdings die Frage: Woran sind echte Gefühle erkennbar?

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siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen:

Meinung-Biologie Nr. 4 : Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Mensch und Schimpanse?

Verfasst: 6.2.2001/ Status: K-L-A-F-r2/ Lexikon: Mensch/ Tier

Schimpansen besitzen Bewusstsein.

Manche sogar Selbst-Bewusstsein.
Denn: Sie wiedererkennen sich im Spiegel.

Und mache Schimpansen sind gar zur Sprache fähig.
Denn: Sie beherrschen die Gebärdensprache.

So mancher Schimpanse besitzt somit Eigenschaften, die von nicht wenigen AUSSCHLIEßLICH Menschen zugesprochen werden.
Und: Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Worin unterscheidet sich eigentlich der/ ein Schimpanse, GRUNDSÄTZLICH, von uns Menschen?

Wodurch zeichnet sich ein Schimpanse TYPISCHERWEISE aus?
Oder: Umgekehrt gefragt:
Was einen Menschen eigentlich TYPISCHERWEISE aus?

Bewusstsein, kann es wohl nicht sein.
DENN: Bewusstsein besitzen sowohl Menschen ALS AUCH Schimpansen.

Selbst-Bewusstsein, kann es ebenfalls nicht sein.
DENN: Sowohl Menschen als auch Schimpansen können Selbst-Bewusstsein besitzen.

Und auch die Sprache, ist als grundsätzliches Unterscheidungsmerkmal, nicht geeignet.
DENN: Sowohl Menschen ALS AUCH Schimpansen können einer Sprache fähig sein.

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