Haupt-Portal : Sein Wahrheit und Wirklichkeit

Haupt-Portal : Du und das Leben

Haupt-Portal : Die Grundlagen der Philosophie

These-Ich Nr. 1 : Ohne das Vorhanden-Sein der Begriffe Selbst oder Ich kann es kein Selbst-Bewusstsein geben - Oder etwa doch? (verf: 18.2.2001/ K-L-A/ Lexikon: Ich, Begriff, Tiere, Denken, Bewusstsein)

Ohne das Vorhanden-Sein der Begriffe "Selbst" oder "Ich" kann es kein Selbst-Bewusstsein geben.
Selbst-Bewusstsein baut immer auf diesen Begriffen auf.
"Selbst-Bewusstsein setzt das Sein von Begrifflichkeit voraus!"
Müssen aber Begrifflichkeiten IMMER sprachlicher Natur sein?
Ist jeder Begriff, Ausdruck von/einer Sprache?

Oder: Anders gefragt:
Ist es tatsächlich immer notwenig eine Sprache zu beherrschen, um zu einem Begriff vom eigenen Selbst, vom eigenen Ich, zu gelangen?
Ist es nicht ausreichend über eine Vorstellung, ein Bild, des eigenen Selbst, des eigenen Ichs zu verfügen?

Wenn ich diese Fragen stelle, denke ich an eine Elster, die bekanntlich nicht zur Sprache fähig ist, sich aber dennoch selbst im Spiegel erkennt, und daher eine Art Bild oder Vorstellung vom eigenen Sein besitzen muss.
Würde sie über keine Art Bild oder Vorstellung des eigenen Seins verfügen, würde sie sich nicht wiederkennen.
Oder: Sind Elstern vielleicht doch sprachbegabt!(?)

Ist das Denken der Elster vielleicht ein "Denken in Bildern", in Wahrnehmungsbildern?

Vielleicht besitzen manche Tiere eine Art "Bild-Sprache", die es ihnen ermöglicht, über ihr eigenes Sein zu reflektieren?

> Dein Leser-Kommentar zu diesem Beitrag

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen :
These-Ich Nr. 2 : Selbst-Bewusstsein und Selbst-Reflexion (verf: 19.2.2001/ K-L-A/ Lexikon: Bewusstsein, Denken, Sprache)

Selbst-Bewusstsein entsteht durch Selbst-Reflexion.
Es entsteht durch Nachdenken, über das eigene Sein.
Nachdenken aber setzt Sprache voraus.

Und dies wiederum wirft die Frage auf, wie es einem nicht-sprachbefähigten Wesen, wie beispielsweise eine Elster, möglich ist, zu einem Wissen, zu einem Bewusstsein, seiner Selbst zu gelangen!(?)

Die erste möglich Antwort wäre, dass Elstern, vielleicht DOCH so etwas wie Sprache besitzen.
Es könnte sein, dass ihre Sprache, für uns, dermaßen ungewöhnlich "klingt", dass wir sie bis dahin noch nicht als Sprache erkannt, und eingestuft haben!(?)
Vielleicht verhält es sich mit vielen Tieren so, und vielleicht ist Sprache etwas Weiterverbreitetes, als wir bis jetzt glaubten!(?)

Die zweite Möglichkeit bestünde darin, dass Elstern so etwas wie eine "Innere-Sprache" besitzen.
Eine Sprache also, die nicht dazu ausgelegt ist, um mit anderem Artgenossen zu kommunizieren, sie aber sehr wohl in die Lage versetzt, nachzudenken.
Vielleicht ist ja auch das Vorhandensein einer "Inneren-Sprache", die Voraussetzung dafür, dass später, vielleicht, (eine) Sprache entstehen kann, die dazu dient mit der Außen-Welt, und damit mit anderen Artgenossen, zu kommunizieren, und SICH auszutauschen!(?)
Vielleicht ist die "Innere-Sprache" der "Vorläufer", jeder "Äußeren-Sprache"!(?)

Und: Die dritte Möglichkeit wäre, dass Selbst-Bewusstsein und Wissen, Selbst-Reflexion doch nicht zur Voraussetzungen haben.
Auch diese Möglichkeit besteht.

> Dein Leser-Kommentar zu diesem Beitrag

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen :
These-Ich Nr. 3 : Die zwei grundlegenden Arten des Ichs (verf: 18.11.2003/ K-L-A/ Lexikon: Ich)

So irrelevant es ist zwischen Ich und Selbst zu unterscheiden, so wesentlich erscheint es mir darauf hinzuweisen, dass sich unser Ich in zwei grundlegende Arten splittet:
Ein Teil unseres Ichs, ist uns durch Vererbung mitgegeben, und enthält vererbte Fähigkeiten und vererbtes Wissen, und der andere Teil unseres Ichs, bildet sich aus unseren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, die wir im Verlaufe unseres Lebens gesammelt haben.
Und gemeinsam ergeben diese beiden Teile, die Gesamtheit unseres Ichs.

> Dein Leser-Kommentar zu diesem Beitrag

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen :
These-Ich Nr. 4 : Weshalb haben wir so oft das Gefühl, nicht wir selbst zu sein? (verf: 18.11.2003/ K-L-A/ Lexikon: Ich)

Wir befinden uns in einer bestimmten Situation, und haben das Gefühl, nicht wir selbst zu sein.
Wir alle kennen dieses eigenartige Gefühl.
"Das bin nicht ich!
Ich habe das Gefühl zu spielen, als würde ich eine Rolle spielen!
Je mehr ich jedoch versuche, nicht zu spielen und ganz ich selbst zu sein, desto weniger gelingt es mir, und desto mehr verstärkt sich das Gefühl, mir, und den anderen etwas vorzuspielen!"

Wir tragen Masken.
Wir spielen viele Rollen in unserem Leben.

Doch ständig sehen wir uns auf der Suche, nach jenem Ich in uns, das keine Maske, keine Rolle ist.

Wir suchen das Wahre, das Natürliche an, und in uns.

Und immer wieder scheitern wir in unserer Suche.

Das enttäuscht uns sehr.

Es sollte uns aber nicht enttäuschen.
Es wäre besser, würden wir es akzeptieren.
Denn: Dass wir immer wieder aufs neue Masken in und an uns finden, und neue Rollen, die wir spielen, scheint ein Hinweis daraufhin zu sein, dass unser Ich, das was wir sind, nicht in der Lage ist, uns, oder anderen, in seiner ganzen Umfänglichkeit und "Reinheit" entgegenzutreten, und wahrgenommen zu werden.
Wenn wir bedenken, wie groß die Fülle aller Fähigkeiten und des Wissens ist, mit welchem wir geboren werden, und die Zahl der Erfahrungen und Erlebnisse, die wir in unserem Leben angesammelt haben, sollte dies auch keine all zu große Überraschung sein.

Diese Fülle in und an uns, ist nicht auf einmal fassbar, auf einmal wahrnehmbar, und zu erkennen.

Dies übersteigert unsere menschlichen Möglichkeiten.

Es ist ebenso unmöglich, wie zu versuchen, das Universum, in seiner Ganzheit, und damit mit allem was in und an ihm ist, zu fassen, wahrzunehmen, und zu erkennen.
Nur teilweises Erfassen, teilweise Wahrnehmung, und teilweises Erkennen, des Seins des Universums, ist uns möglich.
Und ebenso verhält es sich mit unserem Ich:
Unser Ich ist ebenfalls ein kleines Universum, und, da es das ist, vermögen wir es stets nur teilweise zu erfassen, wahrzunehmen, und zu erkennen, und daher erscheint es uns stets in seiner Unvollständigkeit, und erweckt in uns den Eindruck, des Masken- und des Rollenhaften.

Seien wir doch froh und dankbar dafür, dass unser Ich sich, in seiner Ganzheit, uns entzieht, und ein kleines Universum ist.
Denn: Wären wir als Menschen fähig, es in seiner Ganzheit zu erfassen, wahrzunehmen, und zu erkennen, wäre es weniger großartig, als es tatsächlich ist.

> Dein Leser-Kommentar zu diesem Beitrag

> Alle bisherigen Leser-Kommentare

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen :
These-Ich Nr. 5 : Weshalb alle Tiere ein Ich besitzen (verf: 20.11.2003/ K-L-A/ Lexikon: Ich, Tiere)

Wie ich das Ich auffasse und was es mir bedeutet, habe ich bereits in vorherigen Beiträgen beschrieben:
Meiner Meinung nach ist das Ich die Gesamtheit all unserer vererbten Fähigkeiten und unseres vererbten Wissens, und, es ist die Gesamtheit all unserer persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, die wir im Verlaufe unseres Lebens gesammelt haben.
Die Gesamtheit all dessen bildet das Ich, und ist das Ich.

Geht man von dieser Art der Definition des Ichs aus, kann festgestellt werden, dass die Eigenschaft eines Ichs nicht nur auf uns Menschen beschränkt ist, und, dass auch Tiere ein Ich besitzen.
Denn: Alle Tiere verfügen über vererbte Fähigkeiten und vererbtes Wissen, und sie alle verfügen über persönliche Erfahrungen und Erlebnisse, und daher verfügen alle Tiere über ein Ich.

> Dein Leser-Kommentar zu diesem Beitrag

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen :
These-Ich Nr. 6 : Der Wunsch nach Größe, für sich, und die Gemeinschaft (verf: 1.1.2008/ K-L-A-Bl-r1/ Lexikon: Ich, Soziologie)

Die Gemeinschaft in der wir leben, ist unser 'verlängertes' Ich.

Und daher ist es verständlich, dass sich, nahezu jeder, nicht nur nach Größe für sich (als Individuum) sehnt - sondern auch für die Gemeinschaft, in der er lebt.

> Dein Leser-Kommentar zu diesem Beitrag

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen :
These-Ich Nr. 7 : Wissen ist ein Indiaktor für Bewusstsein - und umgekehrt (verf: 31.1.2001/ K-L-A-r1/ Lexikon: Bewusstsein, Wissen)

Bewusstsein.

Was ist das?

Wer besitzt Bewusstsein?

Ab wann kann festgestellt werden, dass jemand Bewusstsein besitzt?

Bewusstsein zu besitzen bedeutet, unter anderem, sagen zu können: 'Ich bin! Ich existiere!'

Doch: Reicht einfach sagen zu können 'Ich bin!' aus, um jemanden Bewusstsein zusprechen zu können!(?)
Antwort: Mit Sicherheit!
Bewusstsein ist sicherlich mehr, als nur ein Sagen-Können!

Bewusstsein, ist ein Wissen!

Wer sich beispielsweise seines Selbst bewusst ist, weiß um seine Existenz.

Wissen, ist eine der Grundvoraussetzungen von Bewusstsein!
DENN: Wer sich einer 'Sache' bewusst ist, weiß um sie.

Ohne Wissen, kein Bewusstsein!

Wissen und Bewusstsein gehen immer Hand in Hand - und zwar so sehr, dass das Eine für das Andere ein Indikator ist:
'Wo Wissen ist, dort ist Bewusstsein; und wo Bewusstsein ist, ist Wissen!'

> Dein Leser-Kommentar zu diesem Beitrag

siehe auch die Beiträge im Philosophie Lexikon, zu den Themen :